3. BDB-Jugendleitercamp im Europa-Park Rust

Innovativ, informativ, interaktiv... Seid dabei!

26. August bis 1. September 2012

Weitere Infos hier.

Anmeldungen sind noch bis 01.06.2012 unter www.bdb-musikakademie.de möglich.

„Echt eine Erfahrung wert! Eine wirklich geniale Ferienwoche!" - das BDB-Jugendleitercamp im Europa-Park

Ricarda Beckert vom Musikverein Lyra Eggenstein, Katrin Meier aus Oberkirch und Natascha Kuhn vom Musikverein Schienen waren 2011 als Teilnehmerinnen beim BDB-Jugendleitercamp im Europa-Park Rust dabei. Kürzlich haben sie in der BDB-Musikakademie auch das diesjährige Basismodul der Jugendleiterausbildung besucht, um ihre Jugendleitercard (Juleica) zu erwerben. Dort sprach die blasmusik mit ihnen über ihre Eindrücke und Erfahrungen in der letztjährigen Campwoche.

blasmusik: Welche Begriffe fallen Euch spontan zum BDB-Jugendleitercamp ein?
Alle: Spaß! (lachen)
Ricarda: Ganz viele neue Ideen und nette Leute.
Natascha: Tolle Spielideen, Europa-Park, Achterbahn.
Katrin:
Viele neue Impulse und Informationen für die Jugendarbeit.

blasmusik: Beschreibt für alle, die noch nie dabei waren, was in einer Woche Jugendleitercamp passiert. Wie läuft ein typischer Tag im Camp ab?
Natascha: Nach dem Aufstehen gibt es Frühstücksbuffet im Western Saloon des Tipi-Dorfs. Danach geht es zu Fuß oder mit dem Shuttle-Bus zum Haupteingang des Parks. In einem Konferenzraum in der Nähe von Eurosat und Silver Star hatten wir dann morgens immer Seminare oder Workshops.
Ricarda: Im Anschluss daran gab es Mittagessen im spanischen Themenbereich und danach konnten wir fast jeden Nachmittag in den Park und ausgiebig die Attraktionen nutzen. Zum Abendessen trafen sich wieder alle im Seerestaurant in Österreich.

blasmusik: Was passiert abends im Jugendleitercamp?
Katrin: Abends hatten wir nochmals kurze Workshops oder es gab ein gemeinsames Abendprogramm mit den Teilnehmern des Musikcamps.
Ricarda: Danach trafen sich alle im Tipi-Dorf. Dort gab‘s ein großes Lagerfeuer. Man saß zusammen, es wurde geredet und es gab Grillwürste für alle und auch Müsli.

blasmusik: Apropos Workshops: welche Themen wurden in den Seminaren bearbeitet?
Natascha: Ich erinnere mich an Konfliktmanagement, wie man professionell einen Konflikt löst, zwischen Personen, Kindern und Jugendlichen, im Verein. Wir haben gelernt, wie man in Konfliktsituationen richtig handelt.
Ricarda: Wir hatten auch ein Seminar über Moderation mit Metaplantechnik. Wir haben uns einen schlechten Probenbesuch als Beispiel für ein Orchesterproblem ausgesucht. Dann haben wir verschiedene Punkte, die damit zusammenhängen, besprochen und mit Hilfe der Metaplantechnik strukturiert. Dadurch konnten wir Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Dabei haben wir gelernt, wie man solche Probleme mit dem ganzen Orchester angehen und die Moderationsmöglichkeiten der Metaplantechnik einsetzen kann. Das war richtig interessant.
Natascha: Und dann haben wir uns noch mit Kindeswohlgefährdung und Jugendschutz beschäftigt. Außerdem wie man Ausflüge, Freizeiten und Probewochenenden organisiert und gestaltet...
Ricarda: ...insbesondere das Rahmenprogramm. Da gab es tolle Spielideen. Wir haben einen Spieleabend für eine Großgruppe selbst geplant und durchgeführt. Und natürlich haben wir auch noch eine Geocaching-Tour gemacht.

blasmusik: Geocaching? Was ist denn das?
Ricarda: Eine Art moderne Schnitzeljagd mit GPS-Geräten. Wir sind am Ausgang des Parks gestartet und mussten ein Rätsel lösen. Dadurch haben wir Koordinaten für ein erstes geheimes Versteck bekommen. Mit den GPS-Geräten haben wir das dann gefunden. Dort gab es Aufgaben mit neuen Koordinaten und so ging es immer weiter zur nächsten Station.
Natascha: Das war eine richtig tolle Idee, hat Spaß gemacht!

Teilnehmerinnen des BDB-Jugendleitercamps 2011
Ricarda Beckert, Natascha Kuhn und Katrin Meier (v.l.)
sind vom BDB-Jugendleitercamp begeistert

blasmusik: Ihr habt eine Geocaching-Tour gemacht und von vielen Workshops und Seminaren erzählt. Hattet Ihr überhaupt Zeit die Attraktionen im Park zu nutzen?
Katrin: Ja, auf jeden Fall genug. Und eigentlich sogar etwas mehr als die Teilnehmer des Musikcamps. Wir hatten ja keine Sonderproben. Wir hatten jeden Tag Freizeit im Park, vor allem nachmittags. Es gab nur an einem Mittag ein Seminar.
Ricarda: Am Anfang wollten wir so viele Achterbahnen wie möglich fahren. Aber mit der Zeit haben wir es dann langsamer angehen lassen. Achterbahnen fahren kann auch anstrengend sein.

blasmusik: Was war Euer Highlight in der Jugendleitercamp-Woche?
Ricarda: Die Geocaching-Tour. Das hat richtig Spaß gemacht und war super vorbereitet.
Natascha: Auf jeden Fall die Geocaching-Tour und was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Spieleabend. Den fand ich echt lustig. Es war cool, das selbst zu organisieren. Die Vorbereitung hat Spaß gemacht und dann der Abend selbst, der war so witzig. Und der Abschlussabend des Camps war auch ein absolutes Highlight.
Katrin: Genau, vor allem der Spieleabend. Ich fand es super, dass wir den zusammen mit Teilnehmern des Musikcamps durchführen durften.

blasmusik: Was würdet Ihr denjenigen sagen, die noch überlegen, ob sie sich in diesem Jahr zum BDB-Jugendleitercamp anmelden? Wieso lohnt es sich im BDB-Jugendleitercamp dabei zu sein?
Natascha: Es lohnt sich einfach, weil man so viel Spaß hat. Das ist unglaublich! Man lernt so viele neue Leute kennen. Man sammelt neue Erfahrungen. Es lohnt sich wirklich!
Ricarda: Man braucht auch keine Angst zu haben, dass man zu viele Seminare und Workshops hat. Es werden zwar schon viele Themen behandelt, aber das ist überwiegend vormittags. Das ist dann immer so interessant gestaltet, dass die Zeit echt verfliegt und man viel mitnehmen kann. Und während der ganzen Woche hat man wirklich mehr als genug Zeit für den Park!
Natascha: Und ich denke man sollte sich auch nicht abschrecken lassen, wenn man alleine kommt. Man lernt so schnell andere Leute kenne, das ist unglaublich. Also ich fand‘s echt toll, wie schnell wir uns da zusammengefunden haben. Das Camp ist echt eine Erfahrung wert! Eine wirklich geniale Ferienwoche! Es lohnt sich dabei zu sein!

blasmusik: Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit für dieses Gespräch genommen habt!

erschienen: blasmusik Mai 2012/mag






BDB-Jugendleiter

Jugendleiterausbildung im Bund Deutscher Blasmusikverbände e. V.

Aufsichtspflicht, Jugendschutz oder Konfliktlösung: Das Leiten von Jugendgruppen ist ganz schön anstrengend, kann aber auch riesigen Spaß machen. Wie man Gruppen motiviert und so richtig begeistert, das kann man in Seminaren der BDB-Bläserjugend lernen. Dazu dient auch das BDB-Jugendleitercamp im Europa-Park Rust.

Es geht um Gruppenpädagogik und Freizeitgestaltung, um Konfliktlösung und Öffentlichkeitsarbeit, um Jugendschutz und Haftung oder um Teamgeist und Spaß an der Musik. Das Stichwort lautet: Professionalität im Ehrenamt. „Wir müssen in der Musik von der Wirtschaft lernen", sagt Christoph Karle. Der Leiter der BDB-Musikakademie, an der die Kurse durchgeführt werden, ist vom Konzept überzeugt: „Die Teilnehmer nehmen in den Kursen was mit fürs ganze Leben."

Der Jugendleiterlehrgang ist das Grundgerüst. Junge Menschen, die ihn absolvieren, können die so genannte Jugendleitercard (Juleica) als offiziellen Nachweis ihrer Befähigung beantragen. Die Juleica bringt außerdem verschiedene Vorteile und Vergünstigungen mit sich. Der Jugendleiterkurs besteht aus einem Basis- und einem Aufbaumodul. Das Basismodul findet im Frühjahr statt, Anmeldeschluss ist am ersten März. Für das Aufbaumodul gibt es die Wahlmöglichkeit, entweder ein Aufbau-Kurs im November in der BDB-Musikakademie zu besuchen oder am Jugendleitercamp im Europa-Park, teilzunehmen, das vom 26.08. bis 01.09.2012 stattfindet. Basis- und Aufbaumodule ergänzen sich, dennoch kann die Ausbildung nach Belieben sowohl mit dem Basis- als auch mit einem Aufbaumodul begonnen werden.

Rund ein Dutzend Dozenten informieren über sämtliche Aspekte der Jugendarbeit im Musikverein. „Im Lauf der Jahre kamen immer mehr Themen hinzu", sagt Organisator Michael Paul. Der 43-jährige arbeitet hautberuflich als Rechtsanwalt in Karlsruhe, in seiner Freizeit spielt er Bassklarinette in der Feuerwehrkapelle Jöhlingen. Dort war er selbst lange Jugendleiter und ist nun einer der Experten im Dozententeam der BDB-Bläserjugend. Paul unterrichtet unter anderem die Themen Aufsichtspflicht, Projektmanagement, Versicherungswesen und Jugendschutz.

Die Jugendleiter-Kurse richten sich an alle Interessierten, Alter ist Nebensache. „Wir haben die Kurse ab 14 Jahren ausgeschrieben", sagt Akademieleiter Christoph Karle. „Jugendleiter müssen zwar 16 sein, wir wollen aber schmackhaft machen, dass es sich schon früher lohnen kann, kleinere Aufgaben im Verein zu übernehmen."

Das gilt besonders für das Jugendleiter-Camp in den Sommerferien. Das dauert eine ganze Woche und richtet sich an Musikfans zwischen 14 und 24 Jahren. Die sollen da nicht nur jede Menge über professionelle Jugendarbeit lernen, sondern auch noch Spaß haben, also Urlaub mit Fortbildung verbinden - bei freiem Achterbahnfahren im Europa-Park. Neben verschiedenen Workshops stehen auch Sport, Fotografieren und Lieder am Lagerfeuer auf dem Programm. pam/red


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